Synagogen in Deutschland

Eine virtuelle Rekonstruktion

Seit 25 Jahren werden an der TU Darmstadt, Fachgebiet Digitales Gestalten Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört wurden, virtuell rekonstruiert. Hervorgegangen ist das Projekt aus einer Initiative von Marc Grellert. Die Idee entstand nach einem Brandanschlag von vier Neonazis auf die Synagoge in Lübeck im Jahre 1994. Dem Anschlag auf die Lübecker Synagoge, welcher wegen der historischen Bezüge einen hohen symbolischen Charakter hatte, sollte mit dem Sichtbarmachen zerstörter Synagogen ein symbolisches Zeichen gegen Antisemitismus und anwachsenden Rechtsradikalismus entgegengestellt werden.

Zunächst wurden in einem studentischen Seminar die drei Frankfurter Synagogen

Börneplatz, Friedberger Anlage sowie die Hauptsynagoge in der ehemaligen Judengasse rekonstruiert. Die ersten Ergebnisse in Form von digitalen Einzelbildern lösten großes Interesse bei der Öffentlichkeit, bei Zeitzeugen und der jüdischen Gemeinde aus. Neben Veröffentlichungen im Fernsehen und in den Printmedien wurde im Sommer 1996 eine Ausstellung mit diesen Bildern in der Börnegalerie, der Dependance des Jüdischen Museums Frankfurt, realisiert. Mit finanzieller Hilfe des Hessischen Rundfunks konnten zudem im Januar 1997 Simulationsfilme erstellt werden, die die Frankfurter Synagogen von innen und außen zeigen.

Angeregt durch die positive Resonanz auf diese Rekonstruktionen, setzte sich das Fachgebiet unter Leitung von Marc Grellert und Manfred Koob das Ziel, weitere zerstörte Synagogen im Computer wieder sichtbar zu machen. Neben den politischen Aspekten sollte ein repräsentativer Überblick der zerstörten synagogalen Architektur in Deutschland vermittelt und der kulturelle Verlust aufgezeigt werden. Gleichzeitig galt es, einer breiten Öffentlichkeit räumliche Eindrücke dieser Bauwerke zu vermitteln und an die städtebauliche Bedeutung der Synagogen zu erinnern, die das Stadtbild in fast jeder deutschen Stadt mitprägten. Ausgewählt wurden damals 15 Synagogen aus den Städten Berlin, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Plauen und Stuttgart.

Die Wahl fiel auf diese Großstadtsynagogen in der Hoffnung, dass die politische Intention so die größtmögliche Entfaltung finden könnte. Die ausgesuchten Synagogen sollten aber auch die Vielfalt und Typologie hinsichtlich Liturgie und Baustile der Synagogen des 19. und 20. Jahrhundert widerspiegeln. So sind einerseits unter den rekonstruierten Gotteshäusern liberale und orthodoxe Synagogen zu finden, andererseits auch die beiden Hauptstilrichtungen – neoromanisch und neoislamisch – vertreten, ergänzt durch Beispiele regionaler bzw. zeitgenössischer Baustile.

Gefördert durch das Bundesbildungsministerium und einzelne Städte konnten das bundesweite Projekt 1998 gestartet und in der Bundeskunsthalle in Bonn im Jahre 2000 prominent ausgestellt werden. Über 60 Studierende waren an diesem Vorhaben beteiligt. Aus dieser Ausstellung entstand mit Hilfe der Kulturstiftung der Deutschen Bank eine englischsprachige Wechselausstellung, die in Israel, USA und 2017 in Kanada gezeigt wurde. 2019 kehrte die Ausstellung nach Deutschland zurück und war von April bis Juni 2019 im Stadtmuseum Paderborn zu sehen. Nun soll sie dauerhaft ihr Domizil in Frankfurt erhalten. Als Ort hierfür ist der Bunker an der Friedberger Anlage vorgesehen. Er wird als Gedenkort durch die „Initiative 9. November“ betrieben und beherbergte in zwei Stockwerken bereits verschiedene Ausstellungen zur NS-Zeit oder jüdischer Geschichte mit Schwerpunkt auf Frankfurt. Geplant ist, das zweite Obergeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die virtuellen Synagogen dort zu präsentieren.

Kern der Ausstellung sind digitale Bilder und animierte Kamerafahrten, die die einstige Pracht der Synagogen zeigen. Gleichzeitig erinnert sie an die Umstände der Zerstörung und die Vertreibung und Ermordung der Juden in Deutschland. Eingeleitet wird die Ausstellung mit einem Überblick zur Geschichte jüdischer Sakralarchitektur vom Tempel in Jerusalem bis hin zu den Bauten im 20. Jahrhundert in Deutschland. Hierauf folgen die drei Bereiche „Wahrnehmung“, „Eskalation“ und „Rekonstruktion“.

Der Bereich „Wahrnehmung“ besteht aus hohen, dunklem Plexiglasstelen, auf denen von 1933 bis 1938 erlassenen Verordnungen und Gesetze gegen Juden zu lesen sind. Die Elemente sind so angeordnet, dass sie eine räumliche Verengung ergeben, analog zur damaligen Zuspitzung für die jüdische Bevölkerung.

Hierauf folgt der Bereich „Eskalation“ – Wandelemente mit den Namen von über 1.000 Städten, in denen Synagogen zerstört wurden sowie Bilder brennender und verwüsteter Synagogen.

Der nachfolgende Bereich „Rekonstruktion“ ist der Kern der Ausstellung. Linear angeordnet thematisiert er nacheinander Synagogen aus verschiedenen Städten. Auf der einen Seite befindet sich die Darstellung des Rekonstruktionsprozesses in einer Art „Werkstattatmosphäre“, auf der gegenüberliegenden Seite sieht man das fertige Ergebnis. Die Inszenierung der Werkstattatmosphäre sieht pro Stadt einen Tisch mit Monitor vor. Auf den Tischen liegen Bücher zur jeweils präsentierten Synagoge sowie zum Thema Synagogen allgemein und zur NS-Zeit. Am Monitor können Gäste der Ausstellung die historischen Grundlagen und den Erstellungsprozess anhand einer interaktiven Bildschirmpräsentation betrachten. Auf einer Stelltafel ist eine Kurzübersicht über die Synagoge, die jüdische Gemeinde und das Schicksal ihrer Mitglieder zu lesen. Zusätzlich dokumentieren und veranschaulichen pro Stadt zwei sogenannte „Pinboards“ den vielschichtigen Arbeitsprozess der Studierenden. Jede Studierenden-Gruppe stellt die für sie wichtigen Dokumente, Fotografien, Pläne, eigene Skizzen etc. zusammen, die entsprechend eines „Schwarzen Brettes“ ohne sichtbare Ordnung abfotografiert und auf eine Tafel aufgezogen sind. Auf eine gegenüberliegende Wand projizieren dann Beamer die Außen- und Innenperspektiven der rekonstruierten Synagogen. Die Bilder, pro Synagoge ungefähr 20 Motive, wechseln ca. alle 10 Sekunden, so dass eine würdige, ruhige Abfolge entsteht.

Ergänzt wird diese Inszenierung durch die Präsentation von Filmen. Zum einen werden großformatig virtuelle Kamerafahrten gezeigt – Animationen von insgesamt einer Stunde Länge. Zum anderen verschiedene Dokumentarfilme: Der Film „Zerstörte Synagogen in Deutschland – Erinnerung aus dem Computer“ thematisiert die Geschichte der Synagogen in Deutschland und ihrer systematischen Zerstörung. Zeitzeugen und Repräsentanten von jüdischen Gemeinden in Deutschland erzählen, welch kulturellen Verlust die Zerstörung bedeutete. Szenen aus dem heutigen jüdischen Leben vom Kindergarten bis zum Gottesdienst paaren sich mit den Computerbildern der zerstörten Synagogen. Zu Wort kommen auch am Projekt beteiligte Studierende und Lehrende der TU Darmstadt.

Ein weiterer Film zeigt die Computer-Rekonstruktionen von Synagogen aus Berlin, Hannover, Köln, Dortmund und Plauen in Form von Simulationsfilmen im Kontext architekturspezifischer Informationen. Ergänzt wird das filmische Angebot durch Filme, die sich speziell einer einzelnen Synagoge widmen. So existieren Filme zu den Synagogen Dortmund, Langen, Mannheim, Mutterstadt, Nürnberg, Paderborn und Plauen.

Die Ausstellung präsentiert Computer-Rekonstruktionen von 20 Synagogen, die bis zu ihrer Zerstörung ein integraler Bestandteil der Stadtbilder von Bad Kissingen, Berlin, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Langen, Leipzig, Mannheim, Mutterstadt, München, Nürnberg und Plauen waren. Als letzte Rekonstruktion kam 2017 die Synagoge Paderborn dazu. Neben den Projekten, die in studentischen Seminaren entstanden, sind auch Synagogen Bestandteil der Ausstellung, die von „Architectura Virtualis“ rekonstruiert wurden, einem offiziellen Kooperationspartner der TU Darmstadt und wissenschaftlich geleitet von Marc Grellert.

Ziel der Ausstellung ist es, den architektonischen Verlust und die städtebauliche Bedeutung der Synagogen im Kontext der Umstände ihrer Zerstörung zu vermitteln. Gleichzeitig hat sie die Intention, sensibel für gesellschaftliche Ausgrenzung von „Minderheiten“ zu machen – ein Thema, das nach wie vor hohe Aktualität besitzt. Über die Verwendung moderner Medien, wie virtuelle Rekonstruktion und perspektivisch auch die Einbindung von Virtual Reality, sollen gerade junge Menschen angesprochen werden, sich diesen Themen auf eine andere Weise zu näheren.

Synagogen Ausstellungen

Verbesserte Displays und einfache Erzeugung von Virtual Reality hat auch Museen inspiriert, VR-Brillen verstärkt in Ausstellungen einzusetzen und Randbedingungen der Verwendung auszuloten. Das, was nun so einfach möglich ist, ist das Evozieren eines Raumgefühls, die Möglichkeit, die Dimensionen eines Bauwerks so zu erfassen, als stünde man darin. Das ist in der Form mit keinem anderen Interface zu realisieren. Im Kontext der Erinnerungskultur ist zu fragen, für welche Themen, Räume, Bauwerke oder Stadtanlagen das Gefühl der Anwesenheit gewinnbringend einzusetzen ist. Auf der Hand liegen da Rekonstruktionen von Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört worden sind und in Darmstadt als digitale Modelle bereits vorliegen. Für die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums in Berlin sind die drei in Darmstadt rekonstruierten Synagogen Köln Glockengasse, Plauen und Hannover für Virtual Reality aufbereitet worden. In einem 360°-3D-Film werden die Innenräume dieser Synagoge erlebbar. Zu Beginn der Darstellung einer jeweiligen Synagoge steht eine historische Aufnahme, die das entsprechende Bauwerk von außen zeigt. Die gesamte Präsentation dauert sieben Minuten und wird mit Sprechertext unterlegt. Ziel ist es, die Vorteile einer erläuternden Führung mit der Möglichkeit des freien Umblickens zu kombinieren, ohne dabei ein Echtzeitmodell erstellen zu müssen und ohne die Museumsbesucher*innen mit der eigenständigen Navigation durch die Gebäude abzulenken. Die Besucher*innen sitzen auf Stühlen und erleben die Synagoge so, als ob sie in einer der Bankreihen säßen. Zwei VR-Installationen sind vorgesehen, eine mit deutschem Sprechertext, die anderen mit englischem. Auf einem Monitor werden die Blickbewegungen einer der Installationen übertragen und so erhalten auch Zuschauende einen Eindruck der Innenräume

Die Anschaulichkeit der virtuellen Synagogen steht im Gegensatz zu der Sprachlosigkeit der authentischen Orte. Nur an ganz wenigen Standorten ehemaliger Synagogen wird versucht, ein Bild davon zu vermitteln, was diese Orte einst geprägt hat. So stellte sich die Frage, inwieweit die virtuellen Rekonstruktionen hier einen Beitrag leisten könnten. Aus dieser Fragestellung entwickelte sich die Installation „Fernrohr in die Vergangenheit“, die an den Standorten der ehemaligen Synagogen Kaiserslautern und Frankfurt Höchst aufgestellt wurde. Die Installation ähnelt in ihrer Gestalt Münzfernrohren. Sieht man durch die Okulare, erhält man ein 3D-Bild von der im Computer rekonstruierten Synagoge. Es zeigt jeweils die Perspektive, die man von dieser Stelle hätte, wenn die Synagoge noch stünde. Im städtischen Raum erzeugt die Installation Neugierde und Irritation zugleich: Was gibt es hier zu sehen? Solche analogen Augmented Reality Installationen werden Ausnahmen bleiben. In größerem Umfang und jenseits der Abklärung der Realisierungsmöglichkeiten vor Ort kann aber die Erinnerung an einzelne Synagogen vor Ort per Smartphone erfolgen, um somit Informationen und virtuelle Rekonstruktionen wiederzugegeben. Dies soll in den nächsten Jahren für möglichst viele der virtuell rekonstruierten Synagogen realisiert werden.

Authentischer Ort

Das besondere Potential digitaler Modelle ist das Digitale selbst, also das Abspeichern in Nullen und Einsen. Je nachdem welche Interfaces (Ausgabe der Daten) zur Verfügung stehen, können ganz verschiedene Präsentationsformen realisiert werden. Neben Virtual Reality und dem sich Bewegen in Echtzeitmodellen ist Rapid Prototyping anzusprechen, also die eindrucksvolle Möglichkeit, digitale Modelle gewissermaßen über Nacht auszudrucken. Die eingesetzten Materialien reichen von Gips und Keramik über Kunststoffe bis hin zu Glas und Metall. Bei den Synagogen konnten auf diese Weise Schnittmodelle aus Gips für die Standorte Kaiserslautern und Paderborn umgesetzt werden. Für die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums in Berlin werden solche Schnittmodelle für Synagogen aus Köln, Hannover, München und Plauen aus Edelstahl gedruckt.

Rapid Prototyping

Um die Potentiale digitaler Technologien für die partizipativen Formen der Erinnerungsarbeit auszuloten, wurde 2002 von Marc Grellert das Synagogen-Internet-Archiv (synagogen.info – zur Zeit offline) entwickelt – eine Datenbank, die Informationen zu den Synagogen, die sich 1933 auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands befanden, beinhaltet. Zu über 2.100 Synagogen wurden Informationen aus der Literatur zusammengetragen und in die Datenbank eingegeben. Diese wurde mit dem Internet verknüpft. Diese Basisinformationen umfassen Ortschaft, Standort, Bundesland, Nutzungsdauer, Ausmaß und Zeitpunkt von Zerstörungen in der NS-Zeit, Zeitpunkt des Abrisses, Informationen zum Erhaltungszustand von Gebäude und Inneneinrichtung sowie Angaben zu Gedenkformen. Um die Nachprüfbarkeit dieser Angaben zu gewährleisten, sind die jeweiligen Literaturquellen mit entsprechender Seitenzahl angeführt. Mit dem Synagogen-Internet-Archiv sollte an die Gesamtheit der in der NS-Zeit geschlossenen, geschändeten oder zerstörten Synagogen erinnert werden. Für Internetnutzer war es möglich, zu einzelnen Gotteshäusern Kommentare, Bilder, Links und Zeitzeugenberichte hinzuzufügen. Diese externen Beiträge waren sofort online. Somit wurde eine Struktur zur Verfügung gestellt, die es Benutzern aus der ganzen Welt ermöglichte, sich aktiv an dem Archiv zu beteiligen und dieses mit aufzubauen. Beispielhaft für die externen Beiträge seien zwei Bilder zur Synagoge Darmstadt Bleichstraße genannt, die eine Frau im Nachlass des Schwiegervaters gefunden hatte und im Synagogen-Internet-Archiv veröffentlicht hat. Sie zeigen den Brand der Synagoge und wie Feuerwehrmänner die Nachbarbebauung durch Bewässern schützen.

Das Synagogen-Internet-Archiv diente neben der Erinnerungsarbeit auch der Forschung. Durch die digitale Erfassung bestehender Informationen, die bis dahin nur verstreut in Textform vorlagen, ist es möglich geworden, statistische Aussagen zu Informationen zu treffen, die bislang nur einzeln und unzusammenhängend vorlagen. Zum ersten Mal war somit eine Übersicht zu den 1933 noch existenten Gotteshäusern öffentlich zugänglich. Quantitative Aussagen konnten dann auf einer nachvollziehbaren Basis getroffen werden. So zum Beispiel die Zahl von über 350 Synagogen, die noch nach 1945 abgerissen wurden.

Die Internet-Anwendung ist zurzeit nicht online, weil inzwischen die Ressourcen fehlen. Die Ergebnisse sind aber in dem neuen Internet Auftritt „Jewish Places“ des Jüdischen Museums in Berlin eingeflossen. Eine Wiederaufnahme des Angebots ist in der Überlegung und hängt von externer Unterstützung ab.

Neben Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört und im Kontext der Erinnerungskultur rekonstruiert wurden, entstanden in Darmstadt auch virtuelle Rekonstruktionen von mittelalterlichen und barocken Synagogen – so Rekonstruktionen der mittelalterlichen Synagogen von Speyer und Worms und der Frankfurter Synagoge von 1711 durch Architectura Virtualis. Besonders zu erwähnen ist ein laufendes Forschungsprojekt zu dem mittelalterlichen Jüdischen Viertel in Köln. Für das im Bau befindliche Museum MiQua im Herzen der Rheinmetropole erarbeitet das Fachgebiet Digitales Gestalten gegenwärtig eine virtuelle Rekonstruktion des mittelalterlichen jüdischen Viertels und der Synagoge. Basis sind die Ausgrabungen, die sich auf über 6.000 m² erstrecken. In einer Kooperation mit dem Team der Archäologischen Zone, Stadt Köln, dem wissenschaftlichen Team des Museumsprojektes „MiQua“ sowie externen Bauforscher*innen werden die Baugeschichte der Synagoge und des Viertels zurzeit erforscht und gemeinsam Exponate für das zukünftige Museum entwickelt.

Mittelalterliche Synagogen

Neben dem Kölner Projekt arbeitet das Fachgebiet zurzeit an der virtuellen Rekonstruktion der Synagogen Roth (Hessen) und Bamberg.

In Frankfurt arbeitet Architectura Virtualis unter der Leitung von Marc Grellert an einer Erinnerungsstätte zum Jüdischen Viertel der Stadt. An mehreren Stellen soll die Installationen “Fernrohr in die Vergangenheit“ Teile der Judengasse und die in der NS-Zeit zerstörte Hauptsynagoge zeigen.

Für die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museum in Berlin werden ab Sommer 2020 drei in Darmstadt rekonstruierte Synagogen aus Köln, Hannover und Plauen über Virtual-Reality-Brillen räumlich erfahrbar sein.

Ab 2020 soll die Ausstellung „Synagogen in Deutschland – eine virtuelle Rekonstruktion“ dauerhaft in Frankfurt in der Erinnerungsstätte an der Friedberger Anlage zu sehen sein. An dem Ort befand sich bis zur Zerstörung die größte Frankfurter Synagoge. Nach ihrer Zerstörung 1938/39 bauten die Nazis dort einen Hochbunker, in dem heute die Bürgerinitiative „9. November“ Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert.

Gleichzeitig soll die Ausstellung für eine Wanderausstellung neu zusammengestellt werden und ab 2021 in Deutschland zu sehen sein. Hierfür werden noch Mittel gesucht.

Die Ausstellungen, Bilder und Filme haben weltweit ein großes Interesse ausgelöst. Es gab umfassende Medienberichte in allen großen deutschen und in wichtigen ausländischen Tageszeitungen sowie Fernsehberichte im In- und Ausland. Beispielsweise reiste ein CNN-Team aus den USA eigens für eine weltweit ausgestrahlte Reportage nach Darmstadt und die Redaktion der „Sendung mit der Maus“ entwickelte mit den Computer-Rekonstruktionen der Synagoge Köln einen Beitrag zur Reichspogromnacht.

Aktuell ist auf eine Reportage von Eugen El (07.11.2019 ) in der Jüdischen Allgemeinen zu verweisen: https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/fast-wie-ein-tagtraum/

Ausführliche Information zu der Geschichte des Synagogenprojektes sind in der folgenden Publikation zu finden:

Grellert, Marc

„Immaterielle Zeugnisse – Synagogen in Deutschland

Potentiale digitaler Technologien für das Erinnern zerstörter Architektur“

Bielefeld 2007

Kontakt: Dr.-Ing. Marc Grellert –

Bildmaterial

Nachfolgend sind zu den folgenden Themen Bildmaterial zusammengestellt:

- Synagogen in der NS-Zeit zerstört

- Mittelalterliche Synagogen

- Ausstellungen

- Authentischer Ort

- Rapid Prototyping

Synagogen in der NS-Zeit zerstört – beispielhafte Rekonstruktionen

Synagoge Darmstadt - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU

Synagoge Darmstadt - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU

Synagoge Dortmund - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Dortmund - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Frankfurt Höchst - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Frankfurt Höchst - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Hannover - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Hannover - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Kaiserslautern - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Kaiserslautern - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Köln Glockengasse - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Köln Glockengasse - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Langen - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Mannheim - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Mannheim - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge München - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge München - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Nürnberg - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Nürnberg - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Paderborn - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Paderborn - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt

Synagoge Plauen - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Plauen - © Fachgebiet Digitales Gestalten, TU Darmstadt

Synagoge Langen - © Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt