Dohna-Schlodien

Ein virtueller Austellungskatalog

Dohna-Schlodien

Ein virtueller Ausstellungskatalog

April 2015-März 2016

Am Fachgebiet Digitales Gestalten ist das internationale Projekt „Dohna-Schlodien – ein virtueller Ausstellungskatalog“ erfolgreich beendet worden. Im Rahmen dieses Projektes wurde das zerstörte Schloss Dohna-Schlodien im ehemaligen Ostpreußen digital rekonstruiert, um die Geschichte dieses kulturellen Erbes immateriell zu sichern. So wurde neben der digitalen Rekonstruktion der baulichen Elemente des Schlosses im Innen- und Außenraum auch das so genannte Oral-History dokumentiert. Gemeinsam mit der noch lebenden Zeitzeugin Frau Elisabeth Dreischhoff, geb. Gräfin zu Dohna-Schlodien, wurde das Leben im Herrenhaus und dem Landsitz aufgearbeitet. Frau Dreischhoff hat hierbei mit ihren sehr persönlichen Geschichten ein wunderbares Bild ihres Lebens vor ihrer Flucht im Jahre 1945 gezeichnet.

Die gesammelten Informationen, Quellen und Mitschnitte der Interviews von Frau Dreischhoff wurden mittels des digitale Infrastruktur WissKi SOUR, die am Herder Institut Marburg entwickelt wurde, mit den digitalen Rekonstruktionen ausgesuchter Innenräume verknüpft und das Wissen um diese fast vergessene Kulturregion gesichert und dokumentiert.

Die im Auftrag des Herder-Institutes vom Institut für Raumdarstellung in Frankfurt am Main erstellten Architekturmodelle wurden im Detail vertieft und um die Innenausstattung ergänzt.

Die ebenfalls involvierten polnischen Projektpartner haben sich der Erforschung und digitalen Rekonstruktion der Anlage des Schlossparks mit seinen Einzelgebäuden und der Vegetation gewidmet. In diesem Rahmen ist eine umfassende Dokumentation des aktuellen Baumbestandes und die Transferierung der Gesamtparkanlage in die Dreidimensionalität entstanden.

Das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg mit seinem Projekt „Virtuelle Rekonstruktion von Barockschlössern im ehemaligen Ostpreußen“ war hierbei Kooperationspartner. Des Weiteren waren als Projektpartner die Universität Warzaw und die Universität Poznan involviert.

Gefördert wurde das Projekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Die Ergebnisse wurden u.a. sowohl auf der digitalen Infrastruktur WissKi SOUR, patrimonium.net, als auch in der TV Dokumentation „Unsere Geschichte – Ostpreußens vergessene Schlösser“ veröffentlicht. Die digitale Infrastruktur des Herder-Instituts und das damit verbundene Virtuelle Museum, in dem die 3D-Modelle der TU Darmstadt im Web frei zugänglich sein werden, wird voraussichtlich Ende des Jahres online gehen. Die Ergebnisse werden weiterhin in Vorträgen und Publikationen im Rahmen von Kongressen einem breiten Fachpublikum vorgestellt.

Projektleitung: Dr.-Ing. Mieke Pfarr-Harfst

Projektmitarbeit: Dipl.-Ing. Jochen Backes

Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.